Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat am 24. April 2009 in Jouy-le-Moutier (Val d’Oise) die Umsetzung eines Planes zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit im Umfang von insgesamt 1,3 Mrd. € angekündigt. Ziel der Maßnahme ist es, bis Juni 2010 die Aufnahme einer Lehre bzw. den Berufseinstieg von 500.000 Jugendlichen unter 26 Jahren zu fördern.
Der Staatspräsident unterstrich in diesem Zusammenhang, dass es sinnvoller sei, öffentliches Geld für die Ausbildung zu mobilisieren als für soziale Unterstützung.
In Frankreich ist die Beschäftigungsrate von Jugendlichen mit 46% erheblich geringer als in den meisten anderen europäischen Ländern, wo sie im Schnitt bei 63 % liegt. Mit der Ausweitung der Lehre und der dualen Berufsausbildung will der Staat ein Zeichen setzen und die Einstellungsbedingungen der Jugendlichen verbessern.
Bis Juni 2010 werden laut des Plans Unternehmen von Sozialabgaben für übernommene Lehrlinge befreit. Zudem erhalten Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern eine Einmalzahlung von 1800 €, wenn sie einen jungen Menschen einstellen. Sie erhalten ferner für jede Einstellung von Berufsanfängern unter 26 Jahren auf Vertragsbasis (contrat de professionalisation) eine Sonderzahlung von 1000 €. Bei der Einstellung von jungen Menschen ohne Abitur kann die Prämie auf 2000 € erhöht werden.
Die Zielvorgabe der Maßnahmen ist:
die Steigerung der Zahl der Lehrlinge binnen Jahresfrist um 35.000 auf 320.000 ;
die Steigerung der Zahl der Verträge zum Berufseinstieg binnen Jahresfrist um 30.000 auf 170.000.
Praktikanten
Zudem wird ab dem Sommer die Bezahlung von Praktika vom 2. Monat an Pflicht (bisher ab dem 3. Monat). Unternehmen, die einen Praktikanten dauerhaft einstellen, erhalten zudem eine Prämie von 3000 €.